Regionalpark Limesroute

Regionalpark Limesroute

Auf einen Blick:

Echzell/Großkrotzenburg
Echzell/Großkrotzenburg
Mittel
5 h
43 KM
320
320
Römischer Wachturm, Drususeiche, Limespalisade

Die neue Regionalpark Limesroute

Endlich, so freuen sich die Macher aus dem Regionalpark und den Kreisen Main-Kinzig und Wetterau, wurde ein lang gehegtes Projekt Wirklichkeit: den unsichtbaren Limes wieder sichtbar zu machen.

Beide Kreise sind in Besitz eines Stücks des UNESCO Weltkulturerbes – einem Abschnitt des insgesamt 550 km langen Obergermanisch-Raetischen Limes, doch kaum jemand weiß so richtig wie und wo dieser verläuft. Das bedeutende Bodendenkmal liegt vielfach unter der Erde und ist nur noch in kleinen Abschnitten überhaupt erlebbar. So sind es kurze Abschnitte, unscheinbarer Wälle im Wald oder ausgegrabene Reste von Fundamenten und Mauern der Kastelle, die noch auf den Limes verweisen.

Ursprünglich war der Limes ein dominantes und landschaftsprägendes Element, welches das römische Reich von den Völkern Germaniens abgrenzte. Große kilometerlange gerade Schneisen durchschnitten die damaligen Wälder. Vor 2000 Jahren bauten die Römer eine durchgehende 550 km lange markante Linie aus Palisaden, Wällen, Gräben, Wachtürmen und Kastellen. In Hessen verlief der Limes auf den Höhen des Taunus, er umfasste die „Kornkammer“ Wetterau und stieß bei Großkrotzenburg auf den Main, um als „nasser Limes“ dem Main nach Südosten zu folgen.

Um den Limes wieder als landschaftsprägendes Element sichtbar zu machen, schlossen sich der Main-Kinzig- und der Wetteraukreis zusammen und entwickelten gemeinsam mit dem Regionalpark RheinMain eine neue Regionalpark Route. Die ca. 40 km lange Route beginnt und endet an den jeweiligen Limesinformationszentren in Großkrotzenburg und Echzell.

Das Ergebnis beinhaltet einfache markante Elemente. Entsprechend den ursprünglich weiß gestrichenen Limespalisaden, sind es heute weiß gekalkte Bäume im Wald, weiße 4m hohe Stelen und neu gepflanzte Säuleneichen, die den Limesverlauf in der Landschaft nachzeichnen und als weitgreifende Linie sichtbar machen. Auf Abschnitten abseits des Limes fokussieren „Limesfenster“ die Blicke auf den ehemaligen Verlauf in der Landschaft. Auch für die Realisierung des Projekts haben sich beide Kreise zusammengetan, um eine Einheitlichkeit der Markierung zu gewährleisten und die Gestaltung der Regionalpark Limes Route über eine so lange Strecke voranzubringen. Besucher können auf einer Radtour die gewaltigen Dimensionen des UNESCO Weltkulturerbes neu erleben.

Die Gestaltung der Regionalpark Limesroute wurde von hessenARCHÄOLOGIE von Anbeginn unterstützt. Die gestalterische Regionalparkidee soll nun im Kreis Gießen und später auch im Taunus fortgesetzt werden, so dass vielleicht irgendwann einmal der Limes wieder in ganz Hessen erlebbar wird.

GPX-Track

Die Limesroute finden Sie in der Freizeitkarte ``Hohe Straße``

limesroute römer