
Regionalpark Limesroute
Unterwegs entlang des UNESCO-Weltkulturerbe Limes
Die Regionalpark Limesroute führt zwischen Echzell und Großkrotzenburg entlang des Obergermanisch-Raetischen Limes, der im Jahr 2005 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Auf rund 43 Kilometern führt sie durch die Kulturlandschaft von Wetteraukreis, Main-Kinzig-Kreis und den Hanauer Stadtwald und erschließt unterwegs zahlreiche Zeugnisse der römischen Grenzanlage sowie einige landschaftliche Highlights. Gleichzeitig verbindet die Route die sie kreuzenden Regionalparkrouten Kinzigauenroute, Hohe Straße und Niddaroute und eröffnet Freizeitradfahrenden neue Kombinationsmöglichkeiten.
Auf den Spuren von Römern und Germanen entlang des UNESCO-Weltkulturerbes Limes
Vielfältige Landschaftsbilder und Einblicke in die Archäologie zwischen Echzell und Großkrotzenburg
Die Limesroute verläuft zwischen dem Bahnhof in Echzell und dem Main, dem „nassen Limes“, in Großkrotzenburg. Auf der 43 km langen Strecke wechseln sich Waldpassagen, offene Feldfluren, Feuchtgebiete wie das Bingenheimer Ried mit seiner bunten Vogelwelt und idyllische Orte mit teils historischen Ortskernen ab. Die Radroute folgt in weiten Abschnitten dem historischen Verlauf der damaligen Grenze des Römischen Reichs. Obwohl die damals massive Wehranlage heute in der Landschaft nicht mehr erkennbar ist, überrascht es, an Teilabschnitten auch heute noch den alten Wall oder einen Graben mit bloßem Auge entdecken zu können.
Geschichte greifbar nah – nicht nur für archäologisch Interessierte!
Entlang der Route wird der Fokus immer wieder auf den Limes gelenkt. Angelehnt an die Palisade der römischen Wehranlage markieren heute „Limesstelen“ dessen historischen Verlauf durch die abwechslungsreiche Landschaft: vier Meter hohe weiße Holzstelen und neu gepflanzte Säuleneichen in der offenen Landschaft und weiß gekalkte Bäume im Wald machen diesen heute wieder erlebbar. An ausgewählten Punkten lenken zudem „Limesfenster“ den Blick gezielt auf den ehemaligen Grenzverlauf. Unterwegs sind weitere Spuren der Römer zu entdecken: Rekonstruierte Wachtürme, sichtbare Reste von Wallanlagen, Fundamente von Kastellen und Bädern. Die Limes-Informationszentren in Großkrotzenburg und Echzell ordnen die archäologischen Relikte anschaulich ein. Unterwegs erläutern Informationstafeln Bau, Funktion und Geschichte der antiken Grenzanlage und geben Einblicke in das damalige Leben der Römer und Germanen.
Freizeitroute mit weiteren Anschluss- und Kombinationsmöglichkeiten
Die Route bietet eine einmalige Kombination aus Naturgenuss und erlebbarer Kulturgeschichte auf gut ausgebauten Wegen. Sie ist aufgrund ihrer Länge und moderaten Steigungen als mittelschwere Tagestour einzustufen. Doch auch weniger trainierte Radfahrende können etwa mit E-Bikes längere Etappen bequem meistern. Von Norden nach Süden ist die Route in Summe leicht abschüssig, also weniger anstrengend als vom südlichen Startpunkt aus gefahren. Zwischen Hammersbach und Neuberg bietet die Route mit Blick nach Südwesten ein ganz besonderes Panorama. Die Limesroute lässt sich mit weiteren Regionalpark-Routen wie der Kinzigauenroute, Hohe Straße und Niddaroute verknüpfen und erschließt so ein attraktives Netz an Freizeitmöglichkeiten im Osten des RheinMain-Gebiets.
Zugehörige Erlebnispunkte

Limesstelen Erlensee
Die Limesstelen in Erlensee machen den Verlauf des römischen Limes sichtbar und sind Teil der Regionalpark Limesroute im Main-Kinzig-Kreis.

Rekonstruierte Limespalisade Limeshain
Rekonstruierte Limespalisade in Limeshain-Rommelshausen: Nachgebildeter Limesabschnitt mit Wall, Graben und Palisade am archäologisch-naturkundlichen Lehrpfad, frei zugänglich ab Sportplatz Ostheimer Straße.

Rekonsturierte Limespalisade und Bodenkarte
Rekonstruierte Limespalisade mit Bodenkarte im Regionalpark RheinMain. Vor Ort werden Verlauf und Bedeutung des römischen Limes anschaulich erklärt und als Teil des UNESCO-Welterbes erlebbar gemacht.

Drususeiche
Die Drususeiche im Langen-Bergheimer Unterwald bei Hammersbach ist ein jahrhundertealtes Naturdenkmal auf dem Limeswall und verbindet Römergeschichte mit eindrucksvollem Naturerlebnis im Main-Kinzig-Kreis.

Germanenstämme
Die Installation „Germanenstämme“ an der Limesroute macht die historische Grenze zwischen Römern und germanischen Stämmen in der Wetterau erlebbar und verbindet Archäologie, Landschaft und Information.

Römerbad
Das Römerbad in Erlensee-Rückingen zeigt die Grundmauern eines römischen Kastellbades am UNESCO-Welterbe Limes. Der frei zugängliche Erlebnispunkt verbindet Archäologie, Geschichte und Naherholung an der Kinzig.

Römerkastell Ober-Florstadt
Römerkastell Ober-Florstadt in der Wetterau: nicht sichtbares römisches Militärlager hinter dem Limes, UNESCO-Welterbe mit Informationstafel nahe der Niddaroute.

Römischer Obstgarten
Römischer Obstgarten Altenstadt: gestalteter Rastplatz mit überdimensionalen Früchten und Holzliegen an der Regionalpark Limesroute. Naturerlebnis und römische Geschichte in der Wetterau.





