Unterwegs am wieder sichtbaren römischen Grenzwall zwischen Echzell und Großkrotzenburg

Die Regionalpark Limesroute macht den Verlauf des historischen Obergermanisch-Raetischen Limes zwischen Echzell und Großkrotzenburg erlebbar. Auf rund 43 Kilometern führt die Route durch die Kulturlandschaft von Wetteraukreis und Main-Kinzig-Kreis und erschließt zahlreiche Zeugnisse der römischen Grenzanlage sowie weitere landschaftliche Highlights. Gleichzeitig verbindet die Route die sie kreuzenden Regionalparkrouten Kinzigauenroute, „Hohe Straße“ und Niddaroute und eröffnet damit auch neue Kombinationsmöglichkeiten.

Unterwegs am UNESCO-Welterbe Limes auf den Spuren von Römern und Germanen

Neue Radroute zwischen Echzell und Großkrotzenburg in Entwicklung

Die Limesroute beginnt und endet im Norden in Echzell am Bahnhof und in Großkrotzenburg am Main, dem „nassen Limes“, im Süden. Sie ist als Freizeitweg für Radfahrende und Wandernde geplant und im Auf- und Ausbau. In weiten Abschnitten folgt sie dem Verlauf des Limes oder verläuft in unmittelbarer Nähe. Während der Limes als alte Grenzanlage der Römer in der Landschaft in der Regel nicht mehr wahrnehmbar ist, überrascht es, an Teilabschnitten der Route auch heute noch den alten Wall oder einen Graben mit bloßem Auge entdecken zu können.

Vielfältige Landschaftsbilder und Einblicke in die Archäologie

Entlang der 43 km langen Strecke wechseln sich Waldpassagen, offene Feldfluren, Feuchtgebiete wie das Bingenheimer Ried und Ortsränder ab. Angelehnt an die damalige Palisade entlang der Grenze markieren „Limesstelen“ den historischen Verlauf des Limes durch die abwechslungsreiche Landschaft: vier Meter hohe geweißte Holzpfähle und neu gepflanzte Säuleneichen in der offenen Landschaft und weiß gekalkte Bäume im Wald machen diesen erlebbar. An ausgewählten Punkten lenken „Limesfenster“ den Blick gezielt auf den ehemaligen Grenzverlauf. Entlang des Grenzverlaufs haben die Römer noch weitere Spuren hinterlassen von Kastellen, alten Bädern und Wachtürmen. Rekonstruierte Wachtürme, sichtbare Wallreste, Kastellfundamente und Museen – etwa das Limesinformationszentrum in Echzell – machen die archäologischen Spuren anschaulich und laden zu Pausen ein. Informationstafeln erläutern Bau, Funktion und Geschichte der antiken Grenzanlage und geben Einblicke in das Leben der Römer und Germanen entlang der Grenze.

Freizeitroute mit kulturellem Schwerpunkt und Kombinationsmöglichkeiten

Die Route ist aufgrund der Länge und Topografie als mittelschwere Tagestour konzipiert. Sie bietet eine Kombination aus Bewegung, Naturgenuss und erlebbarer Kulturgeschichte. Mit moderaten Steigungen und gut ausgebauten Wegen richtet sie sich vor allem an trainierte Radfahrende. Weniger geübte Radfahrende können mit E-Bikes auch längere Etappen bequem meistern. Von Norden nach Süden ist die Route in Summe leicht abschüssig, also weniger anstrengend als vom südlichen Startpunkt aus gefahren. Zwischen Hammersbach und Neuberg bietet die Route mit Blick nach Südwesten ein ganz besonderes Panorama. Die Limesroute lässt sich mit weiteren Regionalpark-Routen wie der „Hohen Straße“ oder der Niddaroute verknüpfen und erschließt so ein attraktives Netz an Freizeitmöglichkeiten im Osten des Rhein-Main-Gebiets.

Zugehörige Erlebnispunkte

Stefan Cop Limes Limesroute
Limesstelen Erlensee

Die Limesstelen in Erlensee machen den Verlauf des römischen Limes sichtbar und sind Teil der Regionalpark Limesroute im Main-Kinzig-Kreis.

Bernd Ehlers Rekonstruktion Limes 2 scaled
Rekonstruierte Limespalisade Limeshain

Rekonstruierte Limespalisade in Limeshain-Rommelshausen: Nachgebildeter Limesabschnitt mit Wall, Graben und Palisade am archäologisch-naturkundlichen Lehrpfad, frei zugänglich ab Sportplatz Ostheimer Straße.

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Rekonsturierte Limespalisade und Bodenkarte

Rekonstruierte Limespalisade mit Bodenkarte im Regionalpark RheinMain. Vor Ort werden Verlauf und Bedeutung des römischen Limes anschaulich erklärt und als Teil des UNESCO-Welterbes erlebbar gemacht.

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Drususeiche

Die Drususeiche im Langen-Bergheimer Unterwald bei Hammersbach ist ein jahrhundertealtes Naturdenkmal auf dem Limeswall und verbindet Römergeschichte mit eindrucksvollem Naturerlebnis im Main-Kinzig-Kreis.

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Germanenstämme

Die Installation „Germanenstämme“ an der Limesroute macht die historische Grenze zwischen Römern und germanischen Stämmen in der Wetterau erlebbar und verbindet Archäologie, Landschaft und Information.

Kinzigroute6
Römerbad

Das Römerbad in Erlensee-Rückingen zeigt die Grundmauern eines römischen Kastellbades am UNESCO-Welterbe Limes. Der frei zugängliche Erlebnispunkt verbindet Archäologie, Geschichte und Naherholung an der Kinzig.

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Römerkastell Ober-Florstadt

Römerkastell Ober-Florstadt in der Wetterau: nicht sichtbares römisches Militärlager hinter dem Limes, UNESCO-Welterbe mit Informationstafel nahe der Niddaroute.

Roemischer obstgarten
Römischer Obstgarten

Römischer Obstgarten Altenstadt: gestalteter Rastplatz mit überdimensionalen Früchten und Holzliegen an der Regionalpark Limesroute. Naturerlebnis und römische Geschichte in der Wetterau.