Die Linie, die einst Römer und Germanen trennte (und verband)

Die Kunstinstallation „Sichtbar – Unsichtbar“ liegt direkt an der Regionalpark Limesroute am nördlichen Rand von Hammersbach am historischen Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes, der im Jahr 2005 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Auf den Pfahlliegen gleich nebenan lässt es sich gut liegen und in die Ferne blicken. Das nördlich anschließende Waldgebiet hält weitere Zeugnisse römischer Geschichte in der östlichen Wetterau bereit.

Den Limes im Blick

Von Römern und Germanen

Als römischen Wehranlage gebaut, schützte der Limes die Außengrenze des Römischen Reiches vor Angriffen durch die gefürchteten germanischen Stämme. Der Limes trennte Römer und Germanen – und verband sie zugleich. Denn natürlich wurde an der Grenze auch Handel getrieben. Hier begegneten sich Völker und kamen miteinander in Kontakt.

Durchblick auf den Limes

Die Installation will den Blick auf diese alte, heute nicht mehr sichtbare Linie richten, über die der Limes zu Zeiten der Römer und Germanen über lange Strecken schnurgerade verlaufen ist. Stellen Sie sich dazu vor die Installation und blicken Sie mittig gerade zwischen den beiden Elementen hindurch. Sehen Sie die gereihten weißen Stelen und die einsame Säuleneiche auf dem Feld? Diese sogenannten „Limesstelen“ machen den historischen Verlauf des Limes heute wieder in der Landschaft sichtbar. Ein Stück in den Wald hinein markieren weiß gekalkte Bäume den Limesverlauf, von dem hier in Teilstücken sogar noch den Weg begleitend der Wall zu erkennen ist.

Erlebnispunkt an der Regionalpark-Limesroute

Die Installation „Sichtbar – Unsichtbar“ ist über Feld- und Waldwege gut erreichbar. Sie liegt direkt an der gut ausgebauten Regionalpark Limesroute, die verschiedene Stationen zur Römergeschichte im Wetteraukreis und im Main-Kinzig-Kreis insbesondere für Radfahrende miteinander verbindet. Die umgebende Landschaft lädt zu Spaziergängen und historischen Entdeckungen ein.