Ginsheimer Kiesbagger

Ginsheimer Kiesbagger

Ginsheim und der Rhein, das ist eine innige Beziehung. Der Strom gab den Menschen, was sie brauchten: Fisch, Energie, Baumaterial. Der Kiesbagger von 1934 ist Wahrzeichen einer von der Industrie dominierten Epoche, als der Fluss Lebensader für die Anrainer war. Heute ist der alte Seilbagger Denkmal und markiert zudem den Anlegepunkt der Fähre zum beliebten Ausflugsziel Nonnenau.

Als der mächtige Drehkran 1934 in Betrieb ging, trat er die Nachfolger eines Schiffsbaggers an. Baustoffe wie Kies und Sand holten die Ginsheimer damit von Bord der Rheinschiffe. Bedarf gab es reichlich, denn die seit Mitte des 19. Jahrhunderts aufblühende Industrie wuchs und wuchs; im Nachbarort Gustavsburg beispielsweise das MAN-Werk. Seitdem ist die Silhouette mit ihrer aus der Ferne filigran wirkenden Ausleger-Konstruktion untrennbar mit dem Ortsbild verbunden. Auf Heutige wirkt das ausgesprochen malerisch. Der in den Jahren 2002/03 restaurierte Kran wirkt fast wie einer jener Baukräne, die man sonst nur noch von Modelleisenbahn-Anlagen kennt.

Das Ginsheimer Industriedenkmal ist ein Relikt aus Zeiten, als der Rhein Lebensader für die Anwohner selbst kleiner Gemeinden war. Die Ginsheimer betrieben beispielsweise auch Schiffsmühlen; die letzte stellte 1929 den Betrieb ein. Von ihnen war nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg nichts mehr übrig. Zum Glück für die Heutigen bildet der Verein Historische Rheinschiffsmühle in liebevoller Kleinarbeit ein solches „Wasserkraftwerk“ nach. Die Wassermühle ankert nur ein kleines Stück stromabwärts.

Der große Bagger an der zentralen Promenade des Ortes steht aber nicht nur für eine Ära, als große Industriemaschinen und Fortschrittsglauben eins waren. Er markiert auch den traditionellen Fährweg hinüber zur Insel Nonnenau.

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