Geschichte der Papierherstellung – Nidda Ober-Schmitten

Geschichte der Papierherstellung – Nidda Ober-Schmitten

Geschichte der Papierherstellung

Der Flusslauf der Nidda war in früheren Zeiten gesäumt von einer großen Anzahl von Mühlen. Das Wasser der Nidda lieferte die Antriebsenergie für ihre Mahlwerke. Im Bereich von Unter- und Ober-Schmitten gab es auch handwerklich betriebene Eisenverarbeitung.

Diese »Waldschmieden« hatten sich wegen des hier auftretenden Eisenerzes angesiedelt. Zum Betrieb der Hammerwerke wurde ebenfalls die Wasserkraft der Nidda genutzt. Noch heute erinnern die Namen der Dörfer an die »untere und obere Waldschmitte«. Das letzte Hammerwerk musste 1630 schließen. Kurz darauf wurde auf dem Gelände eine Papiermühle gegründet.

1828 kam noch eine Papiermühle weiter oberhalb hinzu. Im Zuge der Industrialisierung wurden um 1890 aus beiden Papiermühlen Papierfabriken. Früher wurde Papier nicht, wie heute üblich, aus Zellulose hergestellt. Verwendet wurden abgetragene Kleider und Stoffreste, also Lumpen, auch als »Hadern« bezeichnet. Die Zerkleinerung des Materials erfolgte über Stampfwerke und spezielle Mahlwerke. Zur Papierherstellung wurde nicht nur die Wasserkraft der Nidda gebraucht, sondern auch das Wasser selbst.

So dient die Zerkleinerung dazu, zunächst einen sehr wasserhaltigen Faserbrei herzustellen. An diesem kleinen Platz finden Sie Ausstellungsstücke zwei unterschiedlicher Mahlwerke. Die Papiermühlen und -fabriken hatten im Lauf der Zeit verschiedene Betreiberfamilien, zum Beispiel die Familie Mattfeld. Von deren Wohlstand zeugt das Grabdenkmal, dass zu Beginn des 19. Jh. errichtet wurde und heute ebenfalls an diesem Platz zu finden ist. Einer der späteren Unternehmer stiftet dem Ort 1951 sogar eine neue Schule. Papier war und ist bis heute ein großer Wirtschaftsfaktor in der Region. Viele Betriebe entstanden durch und mit den hier an der Nidda ansässigen Papierfabriken.

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Kontakt und Ansprechpartner

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