Langener Waldsee

Langener Waldsee

Der Langener Waldsee ist mit 80 Hektar der größte Badesee in der Region Rhein-Main. Was einst nur Kiesgrube war, dient heute vielen, ganz unterschiedlichen Nutzern. Neben dem Kiesabbau läuft der Badebetrieb; im Hochsommer startet hier der Triathlon-Wettbewerb „Ironman Germany“. Und auch die Vogelwelt hat sich am See bzw. den Nebenteichen ihr Plätzchen gesichert.

Bereits 1927 begann die Firma Sehring im Wald zwischen Langen und Walldorf mit dem Ausbaggern von hochwertigem Quarzsand und Kies. Die Gruben füllten sich im Laufe der Jahre mit Grundwasser. Das herrlich vom Wald umstandene Areal war bald als Badesee auserkoren. Mittlerweile lädt das Strandbad offiziell zum Sonnenbaden, Beachvolleyball, Schwimmen und Camping ein. An heißen Tagen tummeln sich an der rund sieben Hektar großen Schwimmzone mehr als 20.000 Menschen – dann gehören Meldungen mit dem Hinweis „Alle Parkplätze sind belegt“ zum Standardprogramm der Radiosender. Geöffnet hat das Eldorado der Wasserfans vom 15. Mai bis zum 15. September.

Außer den Badefans nutzen mehrere Wassersportvereine den See als Angel-, Segel- und Surfrevier. Seit 2002 startet zudem alljährlich einer der größten Sportwettkämpfe Hessens: der Ironman Germany. Rund 2000 Athleten aus über 40 Nationen nehmen an diesem Triathlon-Wettbewerb teil und absolvieren im Langener Waldsee die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke, bevor es auf dem Rad bis weit in die Wetterau geht.

Um den Wettbewerb flammten ähnlich wie um die kommerzielle Baustoffausbeutung 2013/14 erneut Diskussionen auf. Die Ironman-Veranstalter erwägen, ob der Schwimmwettbewerb nicht zuschauerträchtiger an den Main in der Frankfurter Innenstadt verlegt werden kann. Über die Kiesgewinnung wird diskutiert, seitdem die Firma Sehring sich vehement für neue Abbauflächen einsetzt. Und das Regierungspräsidium Darmstadt in einem sehr zügigen Verfahren ein größeres Stück Bannwald im Süden des Sees zur Rodung freigab.

Andererseits holt sich, mit menschlicher Unterstützung, die Natur in der alten Ostgrube verlorenes Terrain Zug um Zug zurück. Bei der Renaturierung wurde die Grube bis auf eine kleine Wasserfläche verfüllt. Auf dem umgebenden Areal wächst junger Wald, einen Teil hält man aber auch als „Sukzessionsfläche“ frei. Das heißt: Rund ums Wasser soll sich die Vegetation natürlich entwickeln. Die entstehenden Feuchtwiesen mit Röhricht bieten dann einer vielfältigen Tierwelt eine neue Heimat.

Bereits für sich entdeckt haben die wunderschönen Waldseen zahlreiche Vögel. Insbesondere der etwas westlich vom Hauptsee gelegene Egelsbacher See gilt bei Ornithologen als wichtige Station von Zugvögeln sowie als Standort vieler sesshafter Arten.

https://www.langen.de/de/strandbad-langener-waldsee.html

Kontakt und Ansprechpartner

Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH
c/o Stadt Kelsterbach
Mörfelder Straße 33
65451 Kelsterbach
Tel:  06107- 773226
Fax: 06107- 773400

Teil der Route:

Routennetz Südwest

Weitere spannende Erlebnispunkte: