Kirche im Fluss

Kirche im Fluss

KIRCHE IM FLUSS –Ein Denkmal für ein zerstörtes Wasserkraftwerk

Das alte Wasserkraftwerk Kesselstadt wurde 1921, als eines von drei baugleichen Laufwasserkraftwerken am Untermain, eingeweiht. Als technische Besonderheit stand hier der Turbinenpfeiler mit dem Maschinenhaus längs im Fluss. Nahezu 70 Jahre prägten der Turm und die längsschiffige Generatorenhalle das Bild am Main und erinnerten als auffällige Landmarke an eine Kirche im Fluss. Mit dem Bau eines neuen Wasserkraftwerkes an der heutigen Kesselstädter Schleuse (ca. 400 m flussaufwärts) verlor das alte Kraftwerk seine Funktion. Es stand noch einige Zeit als Reserve zur Verfügung, wurde aber 1988 teilabgebrochen. Auch die „Kirchenarchitektur“ mit Turm und Halle wurde schließlich 1989 endgültig gesprengt.

Ein Laufwasserkraftwerk nutzt die Strömung eines Flusses zur Energiegewinnung. Je nach dem wie wirkungsvoll ein Turbinenrad durch die Strömung angetrieben wird, wird die Energie des Wassers in eine Drehbewegung umgewandelt, die wiederum einen Generator antreibt. Die zwei Generatoren des alten Wasserkraftwerks wurden von zwei Francisturbinen über Winkelgetriebe angetrieben. Das noch erhaltene Glockenrad mit Ritzel saß ehemals am oberen Ende der vertikalen Turbinenwelle und übertrug die Leistung über Kupplungen auf die horizontale Generatorwelle. Die Leistung des Kraftwerks lag bei 1,7 Megawatt. Das Denkmal »Kirche im Fluss« soll erinnern:

Es bleibt der Phantasie des Besuchers überlassen, wie die Landmarke wohl die heutige Flusslandschaft prägen würde und welche Bedeutung eine kulturelle Nachnutzung für die Stadt Maintal gehabt hätte.

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