Malerische Natur Oberursel

Malerische Natur – Wo Kunst und Landschaft sich begegnen

Was Landschaftsmaler einst auf Leinwand festhielten, ist keine verlorene Idylle – es existiert noch heute. Genau das möchte der Weg „Malerische Natur“ zeigen: Auf einem besinnlichen Rundgang durch Wiesen und naturbelassene Pfade begegnen Besucher nicht nur lebendiger Biodiversität, sondern auch bedeutenden Kunstwerken, die genau hier – an ihrem Entstehungsort – zu erleben sind.

Sieben Gemälde von Hans Thoma, Hanny Franke, Peter Burnitz, Georg Hieronymi und Jakob Maurer wurden an die Orte zurückgebracht, die sie einst inspirierten. Diese ungewöhnliche Begegnung zwischen Original und Wirklichkeit lädt dazu ein, den Blick zu schärfen: Wo endet das Bild, wo beginnt die Natur? Informationstafeln neben den Reproduktionen helfen dabei, natürliche Zusammenhänge zu verstehen und den Einfluss des Menschen auf die Landschaft zu erkennen.

Die Themen sind so vielfältig wie die Landschaft selbst: die Entstehung der Heidelandschaft, die Bedeutung der Edelkastanie für die Menschen im Vordertaunus, die Schönheit der Apfelblüte, das Spannungsfeld zwischen natürlichen Feucht- und Sumpfzonen und künstlichen Gewässern, der Einsatz von Pferden in der Landwirtschaft sowie verschiedene Phasen der Waldnutzung. Im Zusammenspiel von Bild und Erläuterung wächst das Bewusstsein für den Schutz dieser einzigartigen, stadtnahen Kulturlandschaft.

Streckenverlauf

Der Weg ist kein Rundweg und etwa 3,5 Kilometer lang – eben und ohne nennenswerte Steigungen. Als Ausgangspunkt empfiehlt sich der Parkplatz an der Stierstadter Heide (Königsteiner Straße). Von dort führt der Weg durch die Atzelhöhl und den Massgrund bis zum Waldmuseum am Altenhöfer Weg, wo ebenfalls ein Einstieg möglich ist. An beiden Punkten informieren Eingangstafeln über die sieben Stationen und den Routenverlauf.