Entree zur Regionalparkroute Hohen Straße

Mit etwas Verspätung gegenüber anderen Projektteilnehmern verschaffte die Stadt Frankfurt 2009 dem historischen Weg ein würdiges Entree. Am Schnittpunkt zum Grüngürtel wurde eine „Infotafel“ aus Corten-Stahl aufgestellt. Die weiteren Objekte nehmen in ihrer materiellen Qualität – Sandstein, Lärchenholz, Bessunger Kies – Bezug auf noch folgende Installationen an der Route.

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Gestaltung und Stationen

Das Entree ist eine von insgesamt 18 Stationen an der Route. Die neu gepflanzte Obstbaum-Allee und der geöffnete Schlagbaum leiten thematisch ein: Der offene Informationsaustausch findet Ausdruck im Rund der Sandsteinquader, dem Corten-Stahl-Tisch und vier Liegen. Beliebtestes Fotomotiv ist die Tafel aus rostigem Stahl, die den Verlauf der Hohen Straße als Teil der uralten „Via Regia“ verortet.

Die Route und ihr Projekthintergrund

Vom Entree führt die Regionalparkroute Hohe Straße als Fuß- und Radweg bis nach Büdingen und folgt weitgehend dem historisch gesicherten Verlauf dieser europäischen Altstraße. Angeschoben wurde das Projekt 2004 von sechs Kommunen; realisiert wurde es bis 2014. Besonders gestaltete Orte auf der Kammlage zwischen Main- und Niddertal stellen historische Bezüge her und erhöhen den Erlebniswert der Route. Zusätzliche „Landschaftsfenster“ aus Corten-Stahl richten den Blick auf die umliegenden Mittelgebirge.

Ein uralter Fernhandelsweg

Diesen Fernhandelsweg nutzten schon Völker in der Jungsteinzeit. Hoch über den Tälern von Nidder, Main und Kinzig kam man trockenen Fußes und fern der Sümpfe voran. Frühe Händler transportierten Bernstein von der Ostsee bis nach Italien, im Mittelalter zogen Abgesandte der Bischöfe von Mainz und Fulda hier durch, und Kaufleute nutzten die Verbindung zwischen den Messestädten Frankfurt und Leipzig intensiv.

Namen und europäische Einbettung

Auf ihrem Verlauf von Mainz bis Leipzig wechselte die Route mehrfach den Namen – Reffenstraße, Alte Straße, Kärrnersweg, Antsanvia. Als „via regia“ taucht sie 1252 erstmals in Urkunden auf. Am Entree bei Bergen-Enkheim ist der europäische Zusammenhang mit dem Streckenverlauf von Santiago de Compostela bis Riga auf einer Infotafel anschaulich dargestellt.

Militär, Krieg und Bedeutungsverlust

Auch das Militär schätzte das befestigte Terrain: Bereits im 6. Jahrhundert nutzten es die Franken auf dem Vormarsch nach Thüringen. Der Dreißigjährige Krieg brachte unendliches Leid – das Einzugsgebiet der Hohen Straße deckt sich geografisch auffallend mit den Gebieten der höchsten Bevölkerungsverluste. Bis in die napoleonische Zeit blieb die Route ein zentrales Aufmarschgebiet, ehe sie im 19. Jahrhundert mit der verkehrstechnischen Erschließung der Niederungen an Bedeutung verlor.

Zugehörige Erlebnispunkte

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Galgenschaukel, Hohe Straße

Die Galgenschaukel an der Regionalparkroute Hohe Straße ist eine Himmelsschaukel und Aussichtsstation auf dem Galgenberg mit weitem Blick über Maintal und umliegende Mittelgebirge.

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Vogelnestschaukel, Hohe Straße

Vogelnestschaukel an der Regionalparkroute Hohe Straße: Erlebnisstation mit großer Vogelnestschaukel, weitem Ausblick und historischem Handelsweg zwischen Main- und Niddertal.

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Hohe Straße – Unter den Linden, Marköbel

Erlebnispunkt „Unter den Linden“ bei Marköbel an der Regionalparkroute Hohe Straße: Rastplatz mit Holzliegen, Landschaftsfenstern und historischen Bezügen zu Römern, Limes und via regia im Main-Kinzig-Kreis.

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Hohe Straße – Weitblick Langen-Bergheim

Aussichtspunkt Weitblick an der Hohen Straße bei Langen-Bergheim mit Glasstelen, Sitzplätzen und weitem Blick über Taunus und Rhein-Main, Teil der Regionalparkroute Hohe Straße.

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Himmelsschaukel Rummelsberg – Hohe Straße

Die Himmelsschaukel Rummelsberg an der Regionalparkroute Hohe Straße ist eine aussichtsreiche Erlebnisstation bei Nidderau-Ostheim mit weiter Fernsicht auf die umliegende Landschaft.

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Lausbaum – Hohe Straße

Der Lausbaum an der Regionalparkroute Hohe Straße ist ein gestalteter Rast- und Aussichtspunkt auf dem historischen Höhenweg zwischen Main- und Niddertal, ideal für Wanderer und Radfahrer.

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Blick Hardeck

Aussichtspunkt Blick Hardeck an der Hohen Straße im Büdinger Hügelland mit weitem Blick auf Ronneburg, Hofgut Herrnhaag und den Burgstall Hardeck.

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Blick Ronneburg

Panoramapunkt an der Regionalpark-Route Hohe Straße mit weitem Blick auf die Ronneburg. Kreisskulptur, Fotospot und Rastplatz im Ronneburger Hügelland im Main-Kinzig-Kreis.