Supersommer 2018: Ein Zeichen des Klimawandels – Was tut der Regionalpark?

Supersommer 2018

Ein Zeichen des Klimawandels – Was tut der Regionalpark?

Regionalpark Routen und regionalen Grünzüge verbinden sich zu einem Netzwerk des Landschaftserlebens und schützen das Regionalklima

Ein extrem heißer Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Über viele Wochen hin hatten wir es mit Temperaturen von teilweise weit über 30 Grad zu tun. Die Städte sind aufgeheizt und das gewohnte Leben wird zumindest stark eingeschränkt. Die Zunahme sehr heißer Tage und tropischer Nächte kann unsere Schlafqualität und Erholung beeinträchtigen. Wir sind sind dann nur noch vermindert Leistungsfähig. Durch die verdichtete Bebauung und den geringen Luftaustausch staut sich in den Innenstädten die Hitze. Aufgrund wetterbedingt fehlender Winde kann zugleich die Belastung mit Luftschadstoffen, Feinstaub und Ozon ansteigen.

Eine wichtige Voraussetzung um die Folgen zunehmender Hitze abzumildern, sind die regionalen Grünzüge im Ballungsraum Rhein Main.

  • Die Wärmespeicherung der Gebäude und Straßen verringert die nächtliche Abkühlung.
  • Grünflächen heizen sich hingegen weniger stark auf als Beton, Asphalt oder Gebäude.
  • Bäume spenden Schatten, Pflanzen produzieren Sauerstoff und durch die Wasserverdunstung von Bäumen und Pflanzen wird die Umgebung abgekühlt.
  • Natur- und Waldgebiete im Regionalpark kühlen die Luft ab. Entlang der Flüsse Rhein, Main, Nidda und Kinzig kann Frischluft in die Städte strömen.
  • Regionale Grünzüge sind wichtige Transportschneisen für die Kaltluft, die nachts im Umland entsteht.
  • Kalte Luft ist schwerer und „fließt“ langsam aus den höheren Lagen der Mittelgebirge und entlang der Flussläufe in die Städte.

Ein hohes Gut, dass es zu schützen gilt!

Verglichen mit anderen Großstädten und Metropolregionen  geht es den Einwohnern im Rhein-Main-Gebiet jedoch noch relativ gut. Die Grünzüge im Regionalpark erfüllen viele Aufgaben und durchziehen die Metropolregion Rhein Main. Ein hohes Gut, dass es zu schützen gilt denn:

  • Die Rhein Main Region ist noch überraschend Grün. Wälder, Wiesen und Felder reichen bis weit in den Kern des Ballungsraums und wirken sich positiv auf das Regional- und Stadtklima aus.
  • Grünzüge sind wichtige Orte der Kaltluftentstehung. Die Hänge von Taunus, Berger Rücken oder Messler Hügelland und die offenen Flussläufe  von Rhein, Main und Nidda sichern den Austausch der kühlen Frischluft mit dem Umland.

Bund, Länder, Städte und Kommunen reagieren mit einem Mix aus verschiedenen Maßnahmen auf die negativen Effekte des Klimawandels. Neben einer Vielzahl von lokalen Maßnahmen muss auch auf regionaler Ebene gehandelt werden.

Ein Baustein ist die Fortschreibung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans unter Berücksichtigung des Klimawandels

Neben Klimakarten oder Stadtklimamodellen sind die schützenswerten Grünzüge im Regionalen Flächennutzungsplan (RegFNP) festgeschrieben. Der RegFNP wird durch den Regionalverband FrankfurtRheinMain erstellt und fortgeschrieben. Diese Grünzüge bilden das Rückgrat der Regionalpark Routen, denn diese verlaufen zu einem großen Teil innerhalb der regionalen Grünzüge und verbinden sie zu einem Netzwerk der Naturerholung und des Landschaftserlebens.

So entfalten sie neben der klimarelevanten Schutzfunktion einen konkreten Mehrwert für die Naherholung der Bevölkerung. Der Regionalpark bietet ortsnahe Möglichkeiten für Landschaftserleben, Sport und Freizeitgestaltung.

Egal ob Wanderung oder Radtour, das Angebot vor der Haustüre ist vielfältig und vermeidet weite Anfahrtswegen.

Ein Fund mit dem die Region Rhein-Main gegenüber anderen Metropolregionen in Europa punkten kann!