Regionalpark RheinMain Newsletter Juni 2020

Regionalpark RheinMain Newsletter Juni 2020

Liebe Leser,

was hilft gegen den Corona-Koller? Bewegung an der frischen Luft! Zum Beispiel auf einer Radtour entlang der verschiedenen Regionalparkrouten. Denn Freizeit, Bewegung, Natur – alles zusammen funktioniert gut auf dem Rad. Abstand halten geht mit etwas Achtsamkeit auch. Vor allem auf Wegen, die nicht überlaufen sind.

Nutzen Sie die besondere Zeit und entdecken Sie Ihre Heimat neu, es gibt so viele tolle Ecken vor der Haustüre, die manchem gar nicht bekannt sind.

Nehmen Sie Ihr Fahrrad oder machen Sie einen Spaziergang in der Natur, natürlich unter Einhaltung der durch die Behörden kommunizierten Verhaltensregeln. Entdecken Sie Routen und Erlebnispunkte im Regionalpark RheinMain. Informationen zu Karten sowie Vorschläge für schöne Routen, Touren finden Sie auf unserer Webseite. Planen Sie Ihre Freizeitaktivität mit den Erlebnispunkten entlang der Regionalpark Rundroute! Für sämtliche Grünanlagen entlang der Regionalparkroute gelten die allgemeinen Empfehlungen der Behörden. Meiden Sie Menschenansammlungen und stark frequentierte Orte, auch wenn das Wetter zum Verweilen einlädt.

Genießen Sie den Sommer
Ihr Team vom Regionalpark RheinMain

Hinweis:
Beachten Sie auf Ihren Ausflügen die ständig aktualisierten Corona – Informationen Ihrer Kommunen und Landkreise!

Regionalpark Tourenguide

Radeln gegen den Corona-Koller – Vorschläge und Angebote in deutscher und englischer Sprache.

Der Regionalpark Tourenguide lädt dazu ein, die Besonderheiten der Landschaft rund um Frankfurt RheinMain näher kennen zu lernen. Nach dem Erfolg der ersten Auflage haben wir unseren Tourenguide nun neu herausgegeben – und das sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache.

In der Broschüre stellen wir die schönsten Touren im Regionalpark RheinMain vor. Jede Tour erzählt eine eigene Geschichte, hält aber auch ganz praktische Tipps bereit. Markierte Highlights oder auch besondere Erlebnispunkte werden ausführlich erklärt und weisen bei jeder Tour auf ihre speziellen Charakteristika hin. Dies können Besonderheiten in der Landschaft, bei Flora und Fauna, kulturelle Highlights oder auch vergessene Orte sein.

Auch gibt es auch zu jeder Tour eine Wegbeschreibung mit wichtigen Daten und einer Karte, in der Highlights aufgegriffen und Hintergründe näher erläutert sind

Der Regionalpark Tourenguide ist sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache verfügbar und kostenlos bei uns erhältlich.

Natürlich finden Sie auch alle Touren digital auf unserer Homepage und ebenso alle Track-Dateien der Touren als GPX-Download für mobile Endgeräte.

Aussichtskanzel Vogelnest – die Sanierungsarbeiten sind beendet

Im Jahr 2001 wurde als einer der ersten Regionalpark Erlebnispunkte auf dem rekultivierten Gelände der damaligen Kiesgrube Silbersee in Hochheim die Aussichtskanzel „Vogelnest“ gebaut. Die Anlage stellt mit ihrer auffälligen, einem natürlichen Nest nachempfundenen Architektur nicht nur ein Symbol für das hier entstandene Natur- und Vogelschutzgebiet dar, sondern gilt bis heute als weithin sichtbare Landmarke und Regionalpark Highlight Erlebnispunkt.

2003 wurde die Aussichtskanzel Vogelnest mit dem Deutschen Holzbaupreis und der Johann-Wilhelm-Lehr-Plakette ausgezeichnet.

Das Vogelnest ist überwiegend in Holzbauweise errichtet. Durch Witterungs- und Umwelteinflüsse wurde es in den vergangenen Jahren morsch, so dass die Aussichtskanzel im Oktober 2016 für den Besucherverkehr gesperrt werden musste.

Um diesen besonderen Erlebnispunkt zu erhalten wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Anstrengungen unternommen. Die Tragekonstruktion des Vogelnestes wurde in Stahlbauweise nachgebaut und in diesem Frühjahr aufgebaut. In der vergangenen Woche wurde nun die auch die hölzernen Ringe der Kanzel, die das eigentliche Vogelnest markierten, ausgetauscht.

Damit stehen die Arbeiten vor dem Abschluss. Wir freuen uns sehr, dass diese besondere Landmarke bald wieder für Besucher zugänglich ist.

KORG, Workshop Urbane Landwirtschaft

Die Konferenz der Regionalparks und Grünen Ringe (KORG) ist ein seit 2012 bestehendes informelles Netzwerk von (Stadt)Regionen auf Bundesebene. Die Mitglieder der Konferenz setzen sich für die Qualifizierung und Stärkung des Freiraums in Deutschland ein.

Nach der Veröffentlichung einer ersten gemeinsamen Broschüre, in der sich die einzelnen Akteure mit ihrer Arbeit und ihren Aufgaben vorstellen,

beschäftigt sich die Konferenz nun mit der Thematik der urbanen Landwirtschaft. Für stadtregionale Freiraumsysteme kommt der Landwirtschaft große Bedeutung zu. Der weite Blick über offene Felder, ein Spaziergang durch blühende Obstwiesen – dies ist nur möglich, wenn eine Bewirtschaftung dieser Flächen erfolgt. Dass dabei wichtige Leistungen für Mikroklima, Artenvielfalt und Naherholung erbracht werden, wird oftmals übersehen. Wechselseitiges Verständnis ist jedoch unerlässlich, auch wenn Wirtschaftswege der Landwirte für Freizeitzwecke genutzt werden. Das öffentliche Interesse an regionaler Landwirtschaft nimmt allerdings zu, Initiativen für bürgerschaftliche Teilhabe entstehen. Während des online-Workshops wurden Erfahrungen aus den verschiedenen Regionen, aktuelle Trends und beispielhafte Ansätze für eine fruchtbare Kooperation diskutiert. Dieser bundesweite Erfahrungsaustausch soll zukünftig noch vertieft werden.

Aktuelles aus den Regionalpark Portalen

Das Besucherzentrum am Regionalpark Portal Weilbacher Kiesgruben ist wieder geöffnet!

Die Öffnungszeiten sind wie folgt:

Freitags:    10 – 17 Uhr
Samstags:  10 – 18 Uhr
Sonn-und Feiertags:  10 – 18 Uhr

Bitte beachten Sie unbedingt die Hygienevorschriften:
So ist das freie Stöbern in unseren Freizeitkarten aktuell nicht möglich. Unsere Regionalpark Gästeführer werden Ihnen gerne das Infomaterial aushändigen und Sie bei Fragen beraten.

Weiterhin gilt:
Die Verordnung der Hessischen Landesregierungen zur Eindämmung des Coronavirus wirkt sich leider auch weiterhin auf das Naherholungsgebiet Weilbacher Kiesgruben aus. Zum persönlichen, aber auch zum Schutze anderer, bitten wir Sie folgende Informationen zu beachten:

  1. der Spielplatz am Regionalpark Portal und die Boulderanlage hinter dem Regionalpark-Besucherzentrum sind geöffnet. Abstandsregeln sind einzuhalten.
  2. der Regionalpark Aussichtsturm bleibt weiterhin geschlossen!
  3. Das Restaurant “Zum Wilden Esel” ist geöffnet. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte direkt das Restaurant  www.zumwildenesel.de oder rufen Sie an unter: 06145/502905.

Das Besucherzentrum im Regionalpark Portal Wetterpark Offenbach bleibt bis auf Weiteres geschlossen.  Das Gelände des Wetterparks ist frei zugänglich. Auch hier gelten die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln. Änderungen hierzu werden wir Ihnen bekannt geben!

 Lesetipp 1:

„Der Baum denkt“
Die Geschichte des Oberurseler Lindebäumchens ist als Buch erschienen!

Das „Lindenbäumchen“ ist über Jahrhunderte ein besonderer Ort in Oberursel.  An der alten Linde wurde Gericht gehalten und über Generationen hinweg war und ist es ein beliebter Treffpunkt. Seit 2017 ist es als Erlebnispunkt in das Regionalpark Routennetz eingebunden.

Die Autorin Saskia Hennig von Lange hat zu diesem besonderen Ort ein Buch veröffentlicht. In neun Episoden, die die Autorin bereits von 2017 – 2019 vor Ort an der Linde vorgetragen hat, schildert sie darin die fiktive Begegnung der alten Gerichtslinde mit dem Mädchen Marie. Während die Linde von ihren Erlebnissen aus vier Jahrhunderten berichtet, weiht Marie den Baum in die schicksalshaften Menschenerlebnisse des 20. Jahrhunderts ein.

Die Autorin greift in ihrer Geschichte dabei unter anderem auf die vielen Erinnerungen, Anekdoten und Geschichten aber auch auf historische Überlieferungen zurück, die die Menschen in der Region mit dem uralten Lindenbaum verbinden.

Das Buch trägt damit dazu bei, dass mit diesem historischen Anknüpfungspunkt in der Landschaft auch ein Stück lokaler Identität erhalten bleibt. Denn Ausgangspunkt für dieses Buch ist die mindestens 400 Jahre alte Linde, die an einer zentralen Wegeverbindung für Radfahrer und Spaziergänger zwischen Oberursel und Bad Homburg steht. An dem Naturdenkmal, unweit des ehemaligen Dorfes Mittelstedten, wurde Gericht gehalten und über Generationen hinweg war und ist das „Lindenbäumchen“ ein beliebter Treffpunkt.

Im Rahmen eines Kunstwettbewerbs 2016 – getragen vom Kultur- und Sportförderverein Oberursel e.V., dem Regionalpark RheinMain und der Stadt Oberursel (Taunus) – ist an der alten Gerichtslinde ein dauerhaftes Kunstwerk entstehen, das diesen besonderen Ort in Szene setzt und dem gewachsenen Naturdenkmal und seinem geschichtsträchtigen Hintergrund Respekt zollt.

Erschienen ist das Buch bei Henrich Editionen und ist in den Buchhandlungen in Oberursel und Online für 14,95 € erhältlich.

Lesetipp 2:

 Vom Klostergarten zum Regionalpark
Ein neuer Parkführer der KulturRegion FrankfurtRheinMain stellt Gartenschätze vor

Auf ins Grüne! Nicht nur in den Wonnemonaten Mai und Juni locken Parks, Gärten und grüne Oasen zu Erkundungstouren zu bekannten und manchmal auch unentdeckten Orten der Rhein-Main-Region.

Der neue Garten- und Parkführer „Parkporträts: Ins Grüne“ des Projektes „Garten-RheinMain“ der KulturRegion präsentiert rund 120 Parkanlagen und Gartenschätze in der Rhein-Main-Region. Es werden Klostergärten und Kurparks vorgestellt, Barockgärten und Landschaftsparks ebenso wie Volkspark oder regionale Naturparks. Auch der Regionalpark RheinMain ist darin mit einigen seiner Erlebnispunkte vertreten – zum Beispiel dem Kleinod „Rosarium“ in Hattersheim oder dem idyllischen „Landschaftspark Bruchsee“ in Egelsbach.

So lässt sich der diesjährige Urlaub mit Tagesausflügen in der Region angenehm gestalten.

Die Publikation „Parkporträts: Ins Grüne – vom Klostergarten zum Regionalpark   ist im A4-Format erschienen und kostenfrei in Rathäusern, Bürgerbüros und Tourist-Infos der Region, in den Besucherzentren des Regionalparks sowie in der Geschäftsstelle der KulturRegion FrankfurtRheinMain erhältlich.

Unser Ausflugstipp

Die Regionalpark Niddaroute

Die Regionalpark Niddaroute ist unsere Einladung, einen Fluss und seine Landschaft zu erkunden. Zwischen der Quelle im Hohen Vogelsberg und der Mündung in den Main bei Frankfurt-Höchst liegen 90 Kilometer Landschaftserlebnis voller Kontraste. Vom idyllischen Naturpark Hoher Vogelsberg über die landwirtschaftlich geprägte Wetterau führt die Route in die städtisch geprägte und pulsierende Mainmetropole Frankfurt. Dort geht sie in den GrünGürtel Frankfurt über, der als wichtigstes städtisches Naherholungsgebiet die gesamte Nidda-Aue umschließt. Am ehemaligen Höchster Mainhafen, Zeugnis eines bedeutenden Industriestandorts, mündet die Nidda in den Main.

Die zumeist flache Wegeführung erlaubt es, die Flusslandschaft entspannt zu genießen und mit etwas Glück entdeckt man einen Biber beim Burgenbau. Zahlreiche Erlebnispunkte, wie der Alte Flughafen in Bonames oder die Nidda Treppe in Bad Vilbel, laden zum Verweilen ein!

An der Nidda selbst sind in den vergangenen Jahren mit Unterstützung des Regionalparks RheinMain an zahlreichen Stellen Renaturierungsmaßnahmen erfolgt, die dem Fluss einen Teil seiner ursprünglichen Dynamik und Artenvielfalt zurückgeben. So sind bereits vielerorts wieder feuchte Auenflächen zu finden, die vielen Tier- und Pflanzenarten Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Aktuell werden gerade Renaturierungen in Karben durchgeführt. Die eindrucksvollen Bilder zeigen, wie schnell sich der Fluss sein neues Bett sucht und die Natur sich ihre verloren geglaubten Bereiche zurückerobert.

Zur Niddaroute