Lili-Park und Büsing-Park, Offenbach

Lili-Park und Büsing-Park, Offenbach

Lili- und Büsing-Park erinnern mit ihren Rasenflächen und alten Bäumen an die Gartenbegeisterung ihrer früheren Besitzer. Entstanden sind die Parks nach 1700 in einer Wachstumsphase der isenburgischen Residenzstadt Offenbach. Sie umgeben prächtige neue Wohnbauten wie jenen, der heute als Büsing-Palais weithin bekannt ist. Eine ebenfalls illustre Geschichte verbindet sich mit dem Lili-Tempel.

Diese sogenannten „Maingärten“ säumten die Stadt am westlichen Flussufer. Glanzpunkt im heute rund einen Hektar großen Lili-Park war der sogenannte Lili-Tempel. Errichten ließ ihn 1798 der Frankfurter Bankier Johann Friedrich Metzler, sozusagen als Krönung seines Sommersitzes. Den hatte er wenige Jahre zuvor nach Offenbach verlegt. Das Tempelchen war ursprünglich ein Tee- und Badehaus mit einer Grotte im Untergeschoss, die einen direkten Zugang zum Main gewährte.

So wie der Zugang zum Fluss im 19. Jahrhundert durch die Eindeichung verloren ging, verdämmerte über die Jahrzehnte das kleine, rund sieben Meter hohe Bauwerk. Erst 2004 weckte es ein Gelnhäuser Unternehmer aus dem Dornröschenschlaf. Er ließ es restaurieren und als Domizil für eine Galerie herrichten.

Vom größeren, nicht minder sehenswerten Büsing-Park blickt man auf das Büsing-Palais. Das ließen sich die Fabrikanten Peter Bernard und Johann Georg d’Orville als Herrenhaus errichten. Bekannter Gast war beispielsweise Johann Wolfgang Goethe, der 1775 dort Anna Elisabeth (Lili) Schönemann den Hof machte. Ihre Verlobung wurde jedoch bald gelöst und die charismatische junge Dame verließ Offenbach, lange bevor sie Namenspatin der benachbarten Liegenschaft wurde.

Der neue Eigentümer im d’Orvilleschen Herrenhauses hieß Ende des 19. Jahrhunderts Adolf von Büsing. Der wohlhabende Untrnehmer ließ es zu einem Stadtpalais umbauen und schrieb sich auf die Art namentlich in die Historie der Stadt ein. Seit 1921 im Besitz der Stadt, residieren in dem neobarocken Bau heute das Klingspor-Museum und die Stadtbücherei. Nach massiven Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Haupthaus allerdings erst 1984 wiedereröffnet.

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