Ausflüge auf der Hohen Strasse

Ausflüge auf der Hohen Strasse

Da staunten unsere Bienen bestimmt nicht schlecht: plötzlich – diese Aussicht. Am Abend zuvor hatten sie sich wie immer in ihre Bienenstöcke zurückgezogen und über Nacht sind sie dann umgezogen (worden). Ob sie sich verwundert die Augen rieben, als sich zur Morgengymnastik plötzlich dieser imposante Weitblick bot, wissen wir allerdings nicht.

WEITE, WALD UND WINDRÄDER.

Der Höhenzug zwischen Mainebene und Wetterau hat es wahrlich in sich und wird seinem Namen – HOHE STRASSE – mehr als gerecht. Hier oben bietet sich der vielleicht beste Ausblick in die gesamte Region. Im Norden reicht der Blick über die Wetterau, eingerahmt von Taunus und Vogelsberg. Weiter östlich schließt sich der Spessart an. Um im Süden dann in den Odenwald überzugehen. Auf dieser Seite kann man dem Verlauf des Mains von Aschaffenburg bis weit hinter Frankfurt folgen und dahinter vielleicht sogar noch das Rheinhessische Hügelland erahnen.

Aber nicht nur landschaftlich ist die Hohe Straße von Bedeutung. Als letzter Abschnitt einer alten Handelsroute zwischen den Handelsplätzen Frankfurt und Leipzig ist das Wegstück entlang der Wasserscheide zwischen Main und Kinzig auf der einen Seite und Nidda und Nidder auf der anderen Seite, auch historisch interessant. Viele Stationen weisen auf den geschichtlichen Kontext hin.

Wenig verwunderlich, dass in solch exponierter Lage zumeist ein ordentliches Lüftchen weht. Entsprechend zahlreich – für unsere Verhältnisse im Rhein-Main-Gebiet – sind auch die Windräder hier oben platziert. Da freut man sich über die kleinen Wäldchen, die sich entlang der Route aufreihen und entspannten Windschatten bieten. Um die nächste Biegung dann ist die Landschaft wieder offen und der Blick kann wieder weit in alle Richtungen wandern. Verlassen die Radfahrer und Wanderer abends die Hohe Straße, wird es still beschaulich still hier oben. Nun sieht man im Tal die Lichter der Städte und das geschäftige Treiben auf den Verkehrswegen der Region.

Es gibt also viele gute Gründe, warum die Regionalpark Rundroute und Regionalparkroute Hohe Straße auf dem interessanten Wegstück zwischen KLEINER LOH und GALGENSCHAUKEL gemeinsam verlaufen.

INSELN DER VIELFALT IN DER MONOKULTUR DER HOHEN STRASSE

Unser Bienenwagen steht unweit der Kreisstraße zwischen Niederdorfelden und Maintal-Wachenbuchen, in der Nähe der LESEECKE WACHENBUCHEN. Auch wenn am sonnigen Waldsaum mit seiner Krautschicht noch einige späte Kräuter und Efeu blühen, erleben die Wanderbienen die Natur hier oben auf dem Berger Rücken genau andersherum als ihre KollegInnen am HOFGUT PATERSHAUSEN. Statt einer Insel aus Wiesen und Weiden im dichten Waldgebiet sind es hier kleine Wäldchen, die sich als inselartige Rückzugsgebiete zwischen den Monokulturen der Raps- und Maisfelder anbieten. Jetzt, da die meisten Felder abgeerntet sind und keine Nahrungsquelle mehr bieten, freuen sich auch die Bienen über das Angebot aus den Hainen. Nun kommt hier – ebenso wie im ARBORETUM – der Honigtau als zuckerhaltige Nahrungsalternative zu Nektar und Pollen gerade recht.

Wie an allen Stationen schmückt auch an der Hohen Straße wieder eine unterhaltsame Graphic Novel den Bienenwagen. Dabei kann man nicht nur erfahren, warum Bienen und Veganer nicht zusammen kommen sondern auch, Bienen nicht immer sterben, wenn sie Ihren giftigen Stachel einsetzen.

Ehemaliger Standort:

Vom 8. August 2016 bis Saisonende

Regionalpark Route Hohe Straße
Leseecke Wachebuchen
61138 Niederdorfelden

Ehemalige Standorte der Wanderbienen

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Dort wo der Main in den Rhein mündet formen die beiden Flüsse ein spitzes, dreieckiges Stück Land – das Mainspitz. Direkt am Spitz bietet sich ein […]

Nun steht der Wagen wieder im „Seichböhl“ im Hessischen Ried bei Nauheim. Nach einer früh morgendlichen Radtour, bei der radfahrende Frühaufsteher die Wanderschaft des roten Bienenwagens […]