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Die Flörsheimer Schweiz

Nicht BarrierefreiSommerWinter
Natur und Kulturlandschaft
  • 01/01

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Zwischen dem Flörsheimer Stadtteil Falkenberg und der Flörsheimer Warte liegt die „Flörsheimer Schweiz“. Im Vergleich zum sonst flachen südlichen Taunus-Vorland wartet das landschaftlich äußerst reizvolle Gebiet mit eher größeren Höhenunterschieden auf. Geprägt wird diese „Schweiz“ vom Wickerbach. Das Augebiet mit zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten steht seit 1998 unter Naturschutz.

 „Schweizen“ gibt es weltweit 191. Mindestens. Allein 67 davon bezeichnen Landschaften in Deutschland. Das jedenfalls hat die Schweizer Tourismuszentrale herausgefunden; die „Neue Zürcher Zeitung“ will sogar 233 „Schweizen“ gezählt haben. Mit diesem Ehrennamen schmücken sich Landstriche, die ein wenig wilder als die Umgebung sind, die mit romantisch-verklärtem Blick an das Original erinnern. Dazu reichen oftmals schon ein paar kräftige Hügel mit steilen Abhängen und einer Aussicht. Die Flörsheimer Schweiz ist gewiss eine der flachsten Schweizen. Man denke nur an die Nassauische Schweiz ein Stückchen weiter im Taunus bei Eppstein. Und selbst die Holsteinische Schweiz in Schleswig schafft die 160-Meter-Marke.

Aber Größe ist nicht immer entscheidend. Im Flörsheimer Falle ist das wellige Land zwischen der St. Anna-Kapelle und dem beliebten Ausflugsziel Flörsheimer Warte auch ohne Steilwände höchst sehenswert. Auch an Aussichten vom „Hochplateau“ gut 20 Meter über dem Niveau des Mains fehlt es nicht.

1998 erklärte das Land Hessen die 39 Hektar der „Wickerbauaue von Flörsheim und Hochheim“ zum Naturschutzgebiet. Mehrere Faktoren haben zum Werden dieser Landschaft beigetragen: Zum einen natürlich der muntere Bach, der auf den letzten seiner 24 Kilometer die Flörsheimer Schweiz durcheilt. Prägend aber auch der Untergrund aus wasserdurchlässigen Kalkmergeln und Kalksteinen sowie die sandigen Flussterrassen aus der letzten Kaltzeit. Das milde Klima und eine extensive Landnutzung durch Schafbeweidung haben ein Übriges geleistet. All das zusammen genommen hat einen Biotop-Typ etabliert, der zu den artenreichsten in Mitteleuropa überhaupt zählt: der Magerrasen mit seiner Vielzahl an bedeutenden Pflanzen- und Tierarten, darunter viele Insekten-, aber auch Reptilienarten.

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